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OREST

Online-Rehabedarfstest (OREST): Praktikabilität, Akzeptanz und Nutzen eines proaktiven Screenings (Selbsttest) nach Bedarf an medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen bei Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und Rheinland


→ Das Projekt befindet sich in der Auswertungsphase.
→ Die Website rehabedarfstest.de ist in dieser Zeit offline.

Projektleitung:

  • Prof. Dr. Oskar Mittag (Universitätsklinikum Freiburg),
  • Dr. Hartmut Pollmann (Klinik Niederrhein)
  • Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker (Universitätsklinikum Freiburg)

Projektmitarbeiter:
Malgorzata Schlöffel, Hanna Kampling (Universitätsklinikum Freiburg)

Projektlaufzeit: Juni 2014 – Januar 2020

Hintergrund:

Rehabilitation ist in Deutschland grundsätzlich eine Antragsleistung der Versicherten. Die Gewährung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation ist an eine Reihe versicherungsrechtlicher und persönlicher Voraussetzungen gebunden. Zu letzteren zählen Rehabedarf, positive Rehaprognose sowie Rehafähigkeit. Die Prüfung des individuellen Rehabedarfs obliegt den Rehabilitationsträgern. Ein aktives Screening auf möglichen Rehabedarf („abholende Reha“) findet so gut wie nicht statt.

In dem Projekt soll ein Web-basiertes, interaktives Screeningprogramm (Selbsttest) zur Überprüfung von möglichem Rehabedarf  entwickelt und in der Praxis evaluiert werden. Ein solcher Web-basierter Selbsttest könnte den Zugang zur medizinischen Rehabilitation z. B. für bislang unterversorgte Versichertengruppen erleichtern, auf diese Weise mehr Zugangsgerechtigkeit schaffen und zu einer noch stärkeren Einbeziehung der Versicherten beitragen. Sollte sich das hier geplante Verfahren bewähren, wäre eine Übernahme in das Routineverfahren der Rehabilitationsträger denkbar.

Projektablauf und Methode:

Es handelt sich um eine randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie (RCT).
8.000 Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und Rheinland im Alter zwischen 40 und 54 Jahren erhalten entweder Informationen zu dem im Internet implementierten Selbsttest (Interventionsgruppe) oder werden als stille Kontrollgruppe geführt. Über 24 Monate wird die Nutzung des Screeningprogramms dokumentiert. Anschließend werden die Versichertenkonten beider Gruppen nach gestellten Rehaanträgen, Erledigungsart, Erwerbsstatus und AU-Zeiten abgefragt. Außerdem wird die Akzeptanz des Verfahrens bei den Versicherten evaluiert.

Das Studienprotokoll wurde von der Ethikkommission der Universität Freiburg positiv begutachtet (Az. 40/14; Votum vom 4.2.2014).