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PräZuKi

Prädiktoren der Patientenzufriedenheit in der Kinder-Jugend-Rehabilitation (PräZuKi) – Ein Projekt des Reha-wissenschaftlichen Forschungsverbunds Freiburg

 

Förderung: Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz

Projektleiterin: Dr. Manuela Glattacker

Projektmitarbeiter:
Dr. Cindy Höhn
M. Sc. Psych. Gloria Metzner

Kooperationspartner: Edelsteinklinik, Bruchweiler bei Idar-Oberstein

Projektlaufzeit: 26 Monate (Beginn: 01.03.2018)

Der medizinischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen kommt im Gesamt­ver­sorgungskonzept chronisch kranker Kinder und Jugendlicher eine hohe Bedeu­tung zu. Den aktuellen Herausfor­de­rungen der Kinder- und Jugendrehabilitation (z.B. sinkenden Antrags­zahlen, neues Morbiditätsspektrum und komplexe Problemlagen der Kinder und Jugendli­chen) trägt u.a. das 2016 beschlossene Flexirentengesetz Rechnung, wodurch möglichst viele chronisch kranke Kinder und Jugendliche Leistungen zur Teilhabe der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten sollen.

Aber nicht nur beim Reha-Zugang besteht Optimierungspotenzial, sondern auch bei der Gestal­­tung der Reha-Maßnahme selbst. Zwar zeigen die Daten der Qualitätssicherung der Rentenversicherung, dass die Zufrie­denheit der Kinder und Jugendlichen mit der Reha­bilitation insgesamt hoch ist. Dennoch gibt es immer auch einen nicht unerheblichen Anteil von Jugendlichen, der mit der Rehabilitation unzufrie­den ist und die Maßnahme sogar vorzeitig abbricht, was zu negativen Konsequen­zen bzgl. des Outcomes der Reha-Maßnahme führen dürfte und auch für die Einrichtungen mit organisatorischen Problemen und ökonomischen Nachteilen verbunden ist. Über die Einflussfaktoren auf die Patientenzufriedenheit und den Abbruch von Reha-Maßnahmen im Bereich der Kinder-Jugend-Rehabilitation ist wenig bekannt. Studienergebnisse aus dem Erwachsenenbereich und anderen Versorgungskontexten legen jedoch nahe, dass (un)erfüllte Erwartungen wich­tige Prädiktoren der Patientenzufriedenheit der Jugendlichen sein könnten. Vor diesem Hin­ter­grund ist es das Ziel dieser Studie, auf der theoretischen Basis des Common Sense-Selbstregulationsmodells Erkenntnisse über Faktoren zu gewinnen, die die Zufriedenheit der Jugendlichen mit ihrer Rehabilitation positiv oder negativ beeinflussen und den frühzeitigen Abbruch einer Reha-Maßnahme begünstigen. Neben soziodemographi­schen, krankheits­bezogenen und strukturellen Variablen soll dabei ein Schwerpunkt auf psychologische Variablen als poten­tielle Prädiktoren gelegt werden, und zwar insbesondere auf (erfüllte vs. unerfüllte) Erwartungen an die Kinder-Jugend-Rehabilitation, die – bezogen auf die Jugendlichen selbst – anhand subjektiver Krankheits- und Behandlungskonzepte konzeptualisiert werden. Aus den Ergebnissen des Projekts sollen konkre­te Maßnahmen abgeleitet werden, die dazu beitragen können, die Zufriedenheit der Jugendlichen mit ihrer Rehabilitation zu steigern sowie das Risiko von Reha-Abbrüchen zu reduzieren.